Existenzgründungen sind ein Antrieb für Innovationen, beleben den Wettbewerb und bringen frische Ideen, auch in etablierte Branchen. Durch die Einführung neuer Produkte und Dienstleistungen unterstützen sie den strukturellen und technologischen Wandel. Sie spielen demnach eine entscheidende Rolle für das Wirtschaftswachstum und die Schaffung neuer Arbeitsplätze.
Die Gründungstätigkeit in Deutschland ist in Bewegung gekommen. So stieg laut KfW-Gründungsmonitor (Nr. 261 / 06.04.2026) im letzten Jahr die Anzahl der Gründerinnen und Gründer auf 690.000 im Alter zwischen 18 und 64 Jahren (Vorjahr 585.000). Das deutliche Plus hat sich bereits im Vorjahr abgezeichnet.
Die positive Entwicklung ist dabei maßgeblich durch Nebenerwerbsgründungen getrieben. Die Gründungsintensität im Nebenerwerb ist im Vorjahresvergleich von 75 auf 95 gestiegen. Das entspricht umgerechnet rund 483.000 Nebenerwerbsgründungen im Jahr 2025, nach 382.000 im Vorjahr.
Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt könnte dabei eine Rolle spielen. Die Erwerbslosenquote kletterte das zweite Jahr in Folge merklich und viele Unternehmen haben Pläne für einen Personalabbau angekündigt. Vor diesem Hintergrund ist es denkbar, dass sich mehr Menschen mit einer beruflichen Selbstständigkeit im Nebenerwerb ein zweites Standbein schaffen.
Herausforderungen für Gründer:innen
Als häufigste Hinderungsgründe werden aber weiterhin Sicherheitsbedürfnisse, Bürokratie und fehlendes Kapital genannt. Die Finanzierung einer Existenzgründung kann komplex und zeitaufwändig sein, insbesondere wenn es darum geht, Kredite von Banken zu erhalten.
Hier bietet die Bürgschaftsbank NRW gute Unterstützung. Sie ist der ideale Partner und konzentriert sich in ihrer Förderpolitik besonders auf Existenzgründungen und Unternehmensnachfolgen. So konnten im vergangenen Jahr 66 % des gesamten Bürgschaftsvolumens für insgesamt 292 Existenzgründungen übernommen werden.