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Marktentwicklung

Unternehmensnachfolge: Zwischen Wendepunkt und Gestaltungschance

Existenzgründung

Nachfolge entscheidet über Zukunft. Doch steigende Geschäftsaufgaben und fehlende Nachfolger verändern den Mittelstand spürbar. Wie sich die Lage entwickelt – und welche Rolle Finanzierung dabei spielt.

Demografischer Wandel verschärft die Nachfolgesuche weiter

Die Unternehmensnachfolge im deutschen Mittelstand erreicht eine neue Dimension. Das KfW-Nachfolgemonitoring Mittelstand 2025 zeigt: Die Zahl der geplanten Geschäfts-aufgaben steigt weiter – und erstmals übersteigt sie die Zahl der angestrebten Nachfolgen. Damit verschiebt sich das Kräfteverhältnis spürbar. Hinter dieser Entwicklung steht vor allem die demografische Realität. Mehr als die Hälfte der Unternehmerinnen und Unternehmer ist inzwischen 55 Jahre oder älter, das Durchschnittsalter liegt bei über 54 Jahren. Gleichzeitig fehlen ausreichend Nachfolger – ein strukturelles Ungleichgewicht, das sich weiter verschärft.

Doch der Wandel geht tiefer. Immer mehr Betriebe entscheiden sich bewusst gegen eine Fortführung. Rund jedes vierte Unternehmen zieht eine Stilllegung in Betracht. Gründe sind neben dem Alter auch fehlendes Interesse in der Familie und zunehmend bürokratische Anforderungen. Gleichzeitig bleibt die Nachfolge ein zentrales Thema: Jährlich stehen bis 2029 rund 109.000 Übergaben an. Besonders familieninterne Lösungen dominieren weiterhin, während externe Verkäufe und Modelle wie Management-Buy-outs an Bedeutung gewinnen.

Nachfolgen brauchen Partner, die sie möglich machen

Für potenzielle Übernehmer eröffnet diese Entwicklung neue Perspektiven. Viele der zur Übergabe anstehenden Unternehmen sind wirtschaftlich stabil und verfügen über gewachsene Strukturen. Gleichzeitig verschiebt sich die Verhandlungsposition zunehmend zugunsten der Nachfolger. Dennoch bleibt die Nachfolge ein komplexer Prozess. Die größte Herausforderung ist nicht die Finanzierung, sondern die Suche nach geeigneten Persönlichkeiten. Hinzu kommen steigende Kaufpreisvorstellungen: Im Durchschnitt werden rund 499.000 Euro angesetzt – ein Plus von 34 % gegenüber 2019.

Vor diesem Hintergrund wird deutlich: Unternehmensnachfolge ist keine Einzelentscheidung, sondern ein zentraler Baustein für die Zukunftsfähigkeit des Mittelstands. Ungeklärte Übergaben bremsen Investitionen und gefährden gewachsene Strukturen. Gerade hier kommt es auf verlässliche Partner an. Unternehmensnachfolge braucht Orientierung, Finanzierungssicherheit und oft auch die Bereitschaft, neue Wege zu gehen.

Nachfolge-Bürgschaft

47 % unserer Bürgschaftszusagen gingen 2025 an Nachfolgeprojekte. Das zeigt: Es gibt großes Interesse, bestehende Unternehmen fortzuführen – wenn die Bedingungen stimmen. Unsere Nachfolge-Bürgschaft unterstützt Unternehmer:innen gezielt bei der Übernahme eines Unternehmens.

Die Bürgschaft reduziert das persönliche Risiko: Statt der üblichen Vollhaftung liegt die Haftung nur bei 20 % der Kreditsumme. So wird die Unternehmensübernahme deutlich attraktiver.

Nachfolge-Bürgschaft